Was hat Google mit FeedBurner vor?

Darüber das Google den zugekauften Dienst FeedBurner bestenfalls stiefmütterlich behandelt, habe ich schon im März dieses Jahres geschrieben, als für einige Wochen die Möglichkeit weg war über FeedBurner die Blogartikel zu Twitter zu schicken.

Aktuell ist es so, dass seit ein paar Tagen keine Feed-Statistiken mehr ausgeliefert werden:

FeedBurner ohne Statistiken

Im FeedBurner-Blog heißt es nur knapp:

Issue: We have been encountering difficulties with our stats production pipeline for data representing Sept 19th and 20th, 2012. We are currently working to resolve the issue.

Seit Google FeedBurner in 2007 übernommen hat, hat sich dort so gut wie gar nichts getan. Und so mehren sich Blogartikel, wie dieser hier, die den Umzug von FeedBurner zu FeedBlitz empfehlen und erklären.

Mich ärgert nur das Google nicht klar macht, was die wirklich mit FeedBurner vor haben. Wenn die keine Lust auf FeedBurner haben, dann sollen die daraus von mir aus daraus ein Community-Projekt machen oder wie AOL in 2003 mit Mozilla: eine Stiftung machen, etwas Geld, ein paar Entwickler und ein bisschen Hardware beisteuern und viel Glück wünschen.

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Vladimir

Vladimir Simović arbeitet seit 2000 mit HTML & CSS und seit Januar 2004 mit WordPress. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher und Fachartikel publiziert.

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21 Gedanken zu „Was hat Google mit FeedBurner vor?“

  1. Ich habe heute testweise Kochen mit Butter auf FeedBlitz umgestellt, das Backend ist sehr rustikal, aber das ist mir eigentlich egal, so lange es keine Ausfälle mehr gibt. Inzwischen ist es ja so, das nicht nur die Awareness API rumzickt, sondern das teilweise auch der Feed selber Probleme hat. Mit ein Grund für den Umzug war, das der Chef von FeedBlitz gestern alle meine Fragen auf Twitter innerhalb von Minuten beantwortet hat.

    • @tux.,

      Man muss für RSS nicht auf externe Dienste zurückgreifen.

      echt nicht? Danke für die Aufklärung. Man muss auch sein Weblog nicht bei einem externen Anbieter hosten, das geht prima mit heimischen Rechner & DynDNS. Gern geschehen.

  2. Hab mich schon die letzten Tage gewundert, wieso überall eine Null angezeigt wurde. Also Danke für den Tipp mit FeedBlitz, werde ich mir wohl mal genauer zu Gemüte führen müssen.

  3. Da man Feeds von Feedburner zu Adsense migrieren kann, gehe ich davon aus, dass dies das Ziel ist: Die integration von Werbung zum Hauptzweck von FeedBurner machen und es dann komplett mit Adsense verschmelzen.

  4. Hi Vladimir,

    guter Artikel. Sehr zeitgemäß, bei Twitter lese ich derzeit auch nur noch Feedburner und die vielen Gerüchte. Bist du schon umgestiegen zu Feedblitz?

    Ich muss sagen das ich das Feedblitz-Kosten-System noch nicht ganz durchschaue. Kann ich den monatlichen Beitrag bei 1,49 $ halten oder steigt der Automatisch, weil die Feedleser auch den Newsletter abonnieren können?

    Grüße
    Micha

  5. Ich würde mir wünschen dass Piwik die Auswertung bald integriert. Den Feedabruf selbst kann man schon zählen, was fehlt ist die Auswertung der Reader-Anzahl die mitgeliefert wird.
    Mit einer eigenen Piwik Installation wäre dann komplett unabhängig von Drittanbietern.

    Bis klar ist was mit Feedburner wird hab ich den redirect erstmal rausgenommen.

  6. Pingback: Plug-ins im Blog | Kartellblog.
  7. So, nun ist Schluß..
    ….

    Feedburner API wird zum 20.10.2012 stillgelegt

    ….
    Besten Dank, auch, Erst kriegt Google den Hals nicht voll und dann machen Sie das einfach platt.

  8. Pingback: Google-Feedburner wird eingestellt | Simone Janson, Journalist & Berater

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